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In meist großformatigen und überwiegend in fotorealistischer Weise gefertigten Bildern, betritt Constantin Schroeder unwirkliche Bildwelten, die die Tiefen des Unbewussten ausloten und den durch die menschliche Logik begrenzten Erfahrungsbereich um das Fantastische und Absurde erweitern. Schroeder zeigt junge Heroen, idealisierte Figuren, Geister, beklemmende zwischenmenschliche Rätsel, er transportiert durch eine rätselhafte Ikonografie Fragen nach der eigenen Existenz, der Freiheit des Ichs, er zeigt Gewalt und den Verlust der Individualität. Das Bildpersonal veranschaulicht zugleich Körperkult und Körperkritik einer seelenlosen, sich fremd bleibenden, infantilen und dekadenten Gesellschaft. Häufig kombiniert er diese Thematik mit klassischen Elementen einer vergangenen Bildsprache, arbeitet mit Elementen aus der Werbung, schöpft aus vorgefundenen Fotografien und aus alltäglichen Szenen. Schroeder greift tief in die menschliche Psyche, er erweitert das Bewusstsein und die Wirklichkeit der Betrachter und versucht, Sehgewohnheiten umzustürzen. Das aus Literatur und Rhetorik bekannte Stilmittel der Ellipse, das das Bilden grammatikalisch absichtlich unvollständiger Sätze bezeichnet, übertr.gt Schroeder auf seine Malerei. Auslassungen, weiße Leerstellen übergeben dem Betrachter die Aufgabe, verschiedene Elemente, die nicht direkt vom Bild vorgegeben sind, in eine Beziehung zueinander zu bringen und so einen unbeantworteten, offen gelassenen Gedanken selbständig zu Ende zu denken oder zu rekonstruieren. Die Leerstellen, die den Eigenlichtcharakter mittelalterlicher Goldgrundmalerei besitzen, unterstreichen die offene Narration der Arbeiten, die erzählerisch undefinierten Bildsituationen und verleihen den Arbeiten ihre charakteristische Rätselhaftigkeit. So stellt Schroeder die Betrachterfunktion und den Prozess der emotionalen Wahrnehmung in den Mittelpunkt. Erst durch den Betrachter, der beim Interpretieren seine Lebenswirklichkeit in das Gesehene projiziert, wird das Werk komplettiert.

 

 

Vita CONSTANTIN SCHROEDER

www.constantinschroeder.de

geboren 1983 in Hamburg
Studium der Theologie und Philosophie, Humboldt-Universität zu Berlin
Studium der Neueren Deutschen Philologie und Kunstgeschichte, Technische Universität Berlin

Sammlungen:
Miettinen-Collection Berlin/ Helsinki
Salon Dahlmann

2018
Art Karlsruhe 2018, Galerie Von&Von, Nürnberg
Killing Me Softly – Works from the Miettinen Collection, Groupshow, Miettinen Collection Berlin

2017
„11 in 4“, Groupshow, Galerie Von&Von, Nürnberg
Paper Positions Munich, Galerie Von&Von, München
Positions Berlin Art Fair, Galerie Von&Von, Berlin
171 Jahre Kunst in Hamburg, Groupshow, Affenfaust Galerie, Hamburg
Internationales Kunstfestival Salzgitter, Groupshow, Artgeschoss 2017
Art Karlsruhe 2017, Galerie Von&Von, Nürnberg

2016
Leaving | Living, Soloshow, Greskewitz Kleinitz Galerie, Hamburg
Salondergegenwart, Groupshow, Hamburg
ART.FAIR Köln, Galerie Von&Von, Kölnmesse
Constantin Schroeder, Dreiländermuseum Lörrach
Constantin Schroeder und Sebastian Herzau, Galerie Von&Von, Nürnberg
Art Karlsruhe 2016, Galerie Von&Von, Nürnberg

2015
Allianz-Forum Berlin, Stifterverband für die Deutschen Wissenschaft, Berlin
Positions Berlin Art Fair, Greskewitz Kleinitz Galerie, Berlin
NordArt – Internationale Kunstausstellung, Carlshütte, Rendsburg/Büdelsdorf
Beasts, Soloshow, Galerie Michael Poliza, Hamburg

2014
In between, Soloshow, Greskewitz Kleinitz Galerie, Hamburg
Flash Exhibition, Léna & Roselli Gallery, Budapest
Young Germans, Art Market Budapest, Léna & Rosellie Gallery
P/ART (Producers Artfair), Phoenixhallen, Hamburg
Menschenskinder, Soloshow, Galerie Marc Richter, Lütjenburg
Saisoneröffnung, Galeriehaus Sprinkenhof, Hamburg
ART Innsbruck, CCA&A Gallery, Innsbruck

2013
Flash Exhibition, Groupshow, Léna & Roselli Gallery, Budapest
Art Market Budapest, Léna & Roselli Gallery, Budapest
Affordable Art Fair, CCA&A Gallery, Hamburg
Hamburg Art Week, Kunsthaus Fuhlentwiete, CCA&A Gallery
Up, up an away!, Soloshow, Galeriehaus Sprinkenhof, CCA&A Gallery, Hamburg

2012
Macht Kunst, Groupshow, Deutsche Bank Kunsthalle, Alte Münze Berlin
von Trott zu Solz Lammek, Kurfürstendamm, Berlin

2010
Depressionismus, Groupshow, Galerie Brunnen187, Berlin
ITEM Kunstpreis, Ulm