Into the Wild – Landscape revisited – Eugen Kunkel, Felix Rieger, Christoph Rode |  13.1.2018 – 8.2.2018 | Fotos der Vernissage

 

 

Die Ausstellung „Into the Wild – Landscape revisited“ in der Greskewitz-Kleinitz Galerie zeigt drei zeitgenössische malerische Positionen, welche Landschaft mit dem Blick der Moderne betrachten und so zu teilweise gänzlich neuen bildnerischen Formulierungen dessen finden, was Landschaftsmalerei heute sein kann. Gleichzeitig stellen sie mit ihren Bildern genauso programmatisch wie der Titel der Ausstellung die Frage, inwieweit die wilde, ungezähmte Landschaft noch Motiv eines kontemporären Herangehens an die Landschaft ist.

So erfährt die Landschaft bei Christoph Rode eine radikale Verfremdung. Lediglich Fragmente von Natur finden sich integriert in Alltagsszenarien, nur Spuren von Landschaft bleiben im Umfeld der Zivilisation bestehen. Mehr als um die Natur selbst geht es in den Bildern um unsere Verortung: Denn unser Raumverständnis hat sich stark verändert und Raumkompositionen der Landschaftsmaler der Vergangenheit treffen unsere Wahrnehmung innerhalb einer global vernetzten Welt nur noch bedingt.

Bei Felix Rieger erscheint die Natur als Randerscheinung oder als vom Menschen domestizierter Protagonist. Der Betrachter wird Zeuge des Wechselspiels von Natürlichem und Artifiziellem, von geformter Landschaft und von uns als Modelleuren dieser Kulturlandschaft.

Eugen Kunkels Arbeiten umweht ein nostalgischer Hauch der Erhabenheit, die uns in den Bildern eines Caspar David Friedrich begegnet. Viele der naturalistisch gemalten Werke sind menschenleer, in andern scheint der Mensch klein im Kontrast zur ihn umgebenden Natur. Das Spiel mit Licht und Schatten verleiht der Natur eine ungeahnte Lebendigkeit, Stimmung und Atmosphäre sind wesentliche Komponenten der Bilder. Man meint die Blätter rauschen zu hören und das warme Licht der Herbstsonne zu spüren, erlebt die Natur ganz neu und ungeahnt intensiv.

 

SCHEINWELT – Peer Kriesel, David Lehmann | 11.11.2017 – 20.12.2017 | Fotos der Vernissage

 

Die Künstler Peer Kriesel und David Lehmann spüren in ihren Bildern auf ganz unterschiedliche, jedoch jeweils eindringliche Art und Weise den Scheinwelten nach, die uns umgeben und zunehmend Teil unsere Realität werden. Kritisch, nachdenklich, humorvoll und immer wieder überraschend sind ihre Werke, die vor Augen führen, dass junge Künstler sich aktuell vom Hype des Formalismus und der Kunst des Hochglanz-Effekts abwenden und im Gegenzug Arbeiten mit sozialem Tiefgang schaffen.

Anne Simone Krüger, Kunsthistorikerin M.A.

 

4 in 1 – Oder: die Absurditäten des Lebens. | 30.9.2017 – 27.10.2017 | Fotos der Vernissage

Karin Brosa – Axel Dürr – Florian Hagen – Barbara Kirsch

Schemenhafte Figuren in Grautönen, die kritisch die Welt beäugen, Männer die in Löcher starren, Personen in seltsam irrealen, fast beklemmenden Raumszenarien und surreale Szenarien, die die kausalen Zusammenhänge der Welt in Frage stellen – Die Bilder der Ausstellung „4 in 1“, die ab dem 29.9.2017 in der Greskewitz Kleinitz Galerie zu sehen sind zeigen in verschiedensten Facetten die Absurditäten des Lebens und tun dabei vor allem eines: sie stellen Fragen. Wo steht der Mensch in der Welt? Und wie? Die Fragen um unsere Verortung im Leben und unseren Umgang mit dem Leben beschäftigen die Menschheit seit Jahrhunderten. Von Platon über Aristoteles, von Kant über Kierkegaard haben sich viele große Denker die Köpfe darüber zerbrochen, warum wir uns manchmal seltsam fremd in der Welt fühlen, warum uns Dinge absurd vorkommen und wie wir damit umgehen könnten. Diese Fragen, die in der Philosophie oft recht abstrakt formulierte Antworten finden, gelangen in den Bildern der Ausstellung zu sinnlich erfahrbaren Visualisierungen.

Anne Simone Krüger, Kunsthistorikerin M.A.

 

MOVEMENTS | 12.8.2017 – 14.9.2017

Adgang Forbudt – Eberhard Bitter – Nicolai Huch

Bewegung kann in Bildern sowohl inhaltlich, als auch formal stattfinden. Die drei künstlerischen Positionen, die in der Ausstellung „Movements“ vereint sind, zeigen verschiedene Facetten dieser Möglichkeiten. Gleichzeitig wohnt den Bildern, bei aller ästhetischen Schönheit, eine äußerst kritische Aussage inne. Denn Bewegung äußert sich aktuell vielfach in gesellschaftlichen Prozessen der Migration, des sozialen Elends oder in der Suche nach dem Selbst, in Zeiten rasanter globaler Vernetzungsprozesse. So liefern die Arbeiten des dänischen Künstlerkollektivs Adgang Forbudt, des in Berlin lebenden Nicolai Huch und des in Wuppertal ansässigen Eberhard Bitter einen Querschnitt durch die modernen existentiellen Dynamiken.

Anne Simone Krüger, Kunsthistorikerin M.A.

 

SIMULACRUM | 17.6.2017 – 1.7.2017 | Fotos der Vernissage

 

 

Als Simulacrum bezeichnet man eine Simulation, die an die Stelle der Realität tritt, aus der sie hervorgegangen ist. Die Grenzen zwischen echt und unecht verschwimmen. Manche Künstler bewegen sich mit einer virtuellen Kamera durch Computerspiele, quasi als Fotoreporter in einer virtuellen Wirklichkeit, andere wiederum bauen mit digitalen Modellen eine eigene Welt aus dem Nichts. Noorderlicht ist eine internationale Plattform für Fotografie, die seit fast dreißig Jahren das führende niederländische Fotofestival veranstaltet und Projekte im In- und Ausland organisiert. Ferner betreibt Noorderlicht eine Fotogalerie im Zentrum von Groningen.

Vielen Dank an die Stadt Groningen für die freundliche Unterstützung.

 

GALERIENSHOW 171 JAHRE KUNST IN HAMBURG | 9.6.2017 – 17.6.2017

 

›x Jahre Kunst in Hamburg‹ geht in die dritte Runde.
Die Hamburger Affenfaust Galerie präsentiert auch dieses Jahr wieder unter dem Namen ›171 Jahre Kunst in Hamburg‹ einen vielseitigen Querschnitt durch die Hamburger Galerieszene. Die Ausstellungsreihe, die in den letzten zwei Jahren bereits zu ›60‹- und ›142 Jahren Kunst in Hamburg‹ geladen hat, erneut einen Dialog zwischen lokalen Galerien an, die zusammengenommen ein Bestehen von 171 Jahren Kunst feiern. Der diesjährige Querschnitt durch die Hamburger Kunstszene umfasst insgesamt zwölf Galerien, wie beispielsweise die Xpon Art, Feinkunst Krüger oder die Galerie der Schlumper. Die Vernetzung eröffnet den Besuchern die besondere Möglichkeit, die unterschiedlichen künstlerischen Standpunkte der Hamburger Galerien in einer großen Zusammenschau skizzenhaft zu überblicken. Es entsteht ein gemeinsamer Dialog zwischen Galeristen, Künstlern, Sammlern und Interessierten, der Barrieren oder Konkurrenzdenken entgegenwirkt. Wie es die letzten Editionen von ›x Jahre Kunst in Hamburg‹ bewiesen haben, ist auch 2017 eine multiperspektivische Schau zu erwarten, die den aktuellsten Überblick der hanseatischen Galerieszene an einem Ort verdichtet.

Teilnehmende Galerien:
7 TÜREN | Affenfaust Galerie | Evelyn Drewes | Feinkunst Krüger | Heliumcowboy Artspace | Galerie Herold | Galerie Kai Erdmann | Mikiko Sato Gallery | Sandra Kramer | Die Schlumper | xpon-art und greskewitz | kleinitz | galerie –

 

MAN AND THE CITY | 12.5.2017 – 8.6.2017 | Fotos der Vernissage

Carsten Kaufhold – Alexander Rosol- Georg Dienz – Hinrich Van HülsenIm Jahr 2008 lebten erstmals mehr als 50 Prozent der Weltbevölkerung in Städten, Tendenz steigend. Das Jahrtausend der Städte ist angebrochen, eine Zeit, die zunehmend von einem neuen Raumdenken geprägt ist. Unsere Umgebung hat sich im Zuge von Industrialisierung und postmoderner Architektur maßgeblich gewandelt. Dies spiegelt sich auch in der Kunst wider. Statt verträumter Landschaftsmalerei, die den Blick in die Ferne schweifen lässt, widmen sich die Künstler diesem neuen, eigenwilligen Lebensraum, der sich durch das vertikale Streben immer höher werdender Gebäude und eine reduzierte Ästhetik in Glas, Stahl und Beton auszeichnet. In Entsprechung dazu haben sie in notwendiger Konsequenz die klassische Gattung der ‚Stadtansicht’ aktualisiert.

Fern von der Vedutemalerei, die seit dem 17. Jahrhundert besonders in Italien verbreitet war und uns historische Stadtansichten überliefert hat oder den impressionistischen Ansichten der Pariser Boulevards haben sie neue, angemessene Formen der Darstellung gesucht und gefunden. Bezeichnend ist dabei, dass es in erster Linie äußerst subjektive Perspektiven sind. So zeigen die vier künstlerischen Positionen der Ausstellung „Man and the City“ in bester postmoderner Manier, dass sich die Stadtansichten im 21. Jahrhundert gerade durch die individuelle Herangehensweise an das Sujet auszeichnen. Es wird ein Pluralismus gepflegt, der angesichts des scheinbar banalen Themas erstaunlich ist.

Anne Simone Krüger, Kunsthistorikerin M.A.

 

COLLECTIVE IDENTITY II | 24.3.2017 – 21.4.2017 | Fotos der Vernissage

Michael Dohr – Enrique Fuentes – Hauke Jessen – Innerfields Berlin – Matthias Mross – Marco Reichert – Herman Reimer – Rediet Sisay – Stefan Stichler – Victoria Voncampe

Die Ausstellung „Collective Identity II“ vereint 12 künstlerische Positionen, die dieser Frage nachgehen. Besonderes Merkmal ist dabei die transkulturelle Beleuchtung des Themas. Auf Basis internationaler Teilnehmer wird das Thema Identität gerade unter globalen Aspekten beleuchtet.

So vielfältig wie die kulturellen Hintergründe sind auch die künstlerisch verwendeten Techniken und Medien. Von Collage über Malerei, Street Art und Skulptur sind die Mittel des Ausdrucks und der individuellen Freiheit im Kontext der Kunst unermesslich – und doch in diesem Fall Teil eines gemeinsamen Anliegens: der Frage nach der „Collective Identity“.

Die Ausstellung stellt eine Fortsetzung des Zyklus dar, der vergangenes Jahr mit 16 künstlerischen Positionen startete und einen Querschnitt durch die zeitgenössische Kunst zeigen möchte.

Anne Simone Krüger, Kunsthistorikerin M.A.

 

BRITT SCHWARZ | Paint it Black | 10.2.2017 – 10.3.2017 | Fotos der Vernissage

Stark geprägt von einem Aufenthalt im chinesischen Nanjing, beschreibt Britt Schwarz ihre Kunst als die Zerstörung des Perfekten, um in dem Unperfekten die wahre Schönheit zu offenbaren. Eine Vorgehensweise, die nicht immer auf Gegenliebe stößt. Unterlegt primär mit Fotoelementen und vollendet mit allen Finessen der Mixed-Media-Technik,verfremdet Britt Schwarz experimentell die Werke, sodass neue, ausdrucksstarke Bilder entstehen. Im Hauptteil ihres Pop-Art-Oeuvres schwingt eine subtile Ironie über die Glorifizierung des Sensationellen und des Offensichtlichen, z.B.: das ultimative Vanitas-Symbol, Damien Hirsts Totenschädel wird verspielt entgegenständlicht.

 

MARION PASCALIOut of the deepest inertia a birth | 13.1. – 27.1.2017

 

Die Ausstellung „Out of the deepest inertia a birth“ besteht aus zwanzig Bildern, die aus einer Kombination von Fäden und Ölfarbe bearbeitet wurden, und zwanzig entsprechenden Kuben auf denen gedruckte Vier-Vers Gedichte mit der Unterschrift des Künstlers sind. Die Fäden symbolisieren den Pfad aller Menschen und die Kuben tragen das Zeichen einer langen Tradition die mit Plato und dem Alchemist begann, wonach der Kubus die Erde repräsentiert.

Mit Piero’s Madonna von Brera als Vorbild, in der Präsentation dieser Ausstellung, werden die Kuben jeweils vor jedem Bild aufgehängt und haben somit die Funktion des Aufrufs und der Einladung: Ein Aufruf zur Erinnerung an unsere gemeinschaftliche Menschlichkeit, und eine Einladung zur Gemeinschaft in Eintracht und Frieden in unserem Zuhause, der Erde.

 

CONSTANTIN SCHROEDER | LEAVING|LIVING | 11.11. – 31.12.2016 | Fotos der Vernissage

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Constantin Schroeder lässt die Düsternis der Welt durch seinen Pinsel fließen. Der Kolorismus ist nicht sein Ding. Er konzentriert sich darauf, Bildräume zu schaffen, die seiner Imagination gerecht und derer des Betrachters habhaft werden. Meist im großen Format umfangen die Szenen mit ihrer eigentümlichen Er- zählweise den Rezipienten. In bald surrealistischer Manier generiert der Künstler Geschichten, von denen Fetzen in seinem Kopf herumspuken und zeigt Ab- gründe, Endzeitstimmungen, fast seherisch. Er filtert die tägliche Nachrichten- schwemme durch sein intuitives Imaginationsvermögen und chiffriert Selbsterfahrenes. Schroeder ist ein geschickter Kompositeur und will die Geister, die er rief, nicht loswerden, er holt sie in seine Bildräume hinein und löst Erstaunen aus. Er schafft Anmutungen, die der Betrachter schwer entschlüsseln kann. Schroeder greift tief in das Archiv der menschlichen Psyche. In seinen Werken zeigen junge Heroen zwischenmenschliche Rätsel. Die Frage nach der eigenen Existenz und Position und der Freiheit des Ichs wird durch eine rätselhafte Ikonografie transportiert.

Barbara Leicht M. A., Kunst- und Kulturreferat Siemens AG,
Kuratorin Kunstmuseum Erlangen

 

DAVID UESSEM | KEEP IT REAL | 7.10. – 5.11.2016 | Fotos der Vernissage

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Der in Deutschland und London etablierte Künstler David Uessem stellt das erste Mal seine fotorealistischen/surrealistischen Arbeiten in Hamburg aus.

Mit einer eindrucksvollen Auswahl von Werken, die Uessems eigenen Still und künstlerische Identität zusammenfassen, stellen wir Ihnen den großartigen Künstler David Uessem vor. Detailgetreu, realistisch und zugleich abstrakt widmet sich David Uessem in seinen Arbeiten einer Synergie zwischen Zeit und Raum. Dabei bedient er sich verschiedener Techniken, die sich in Material, Beschaffenheit und dem Abgebildeten unter- scheiden. Durch das Zusammenspiel vermeintlich gegensätzlicher Motive sowie Stilrichtungen schafft er auf einzigartige Weise eine subtile Wirklichkeit. Für David Uessem steht die situative Wahrnehmung der Wirklichkeit im Fokus seiner Arbeiten. Bewegung und Vergänglichkeit, aktuelle Themen und bedeutende Meilensteine, Erinnerungen und Gefühle sind jene Attribute, die seine Bilder mit Ästhetik und Spannung füllen.

 

GREGOR KALUS | H[E]ARTFASER | 2.9. – 1.10.2016 | Fotos der Vernissage

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Wir eröffnen die Saison mit einer spannenden Neuentdeckung der Ham- burger Kunstszene. Ab dem 2. September präsentieren wir ausgewählte Öl- und Tuschbilder des Malers Gregor Kalus (*1980), dessen künstlerischer Werdegang ebenso ungewöhnlich ist, wie seine Arbeiten. Denn gerade drei Jahre ist es her, dass der ausgebildete Wirtschaftsingenieur seinen Beruf für einen Traum aufgab und zu malen begann. Die Vielfalt und qualitative Entwicklung der in dieser kurzen Zeit entstandenen Werke sind nicht nur beeindruckend sondern vor allem vielversprechend. Die bestechende Einfachheit der gewählten Motive verleiht seinen Gemälden oft etwas Existenzielles während ein befremdlicher Blickwinkel dem Betrachter gleichzeitig ein Rätsel aufzugeben scheint. Durch das Fehlen jeglicher Symbolik oder einer klar erkennbaren Position erschließen sich die Bilder auch beim wiederholten Hinsehen nicht vollständig und bewahren damit ihr Mysterium. Je nach Bedarf changiert der Künstler scheinbar mühelos zwischen den Stilen des Photorealismus, Minimalismus und der Abstraktion ohne dabei seine individuelle Bildsprache zu verlieren. Die Nutzung von Hartfaser- platten als Maluntergrund und ihre einzigartige Einbindung in die jeweiligen Kompositionen liefern hierbei einen großen Beitrag zum Wiedererkennungswert dieses Künstlers. Wenn man den bisherigen Schaffensprozess von Gregor Kalus zugrunde legt, wird einem schnell klar, dass sein Status als „Sammler-Geheimtipp“ schon bald abgelaufen ist.

 

PENNY MONOGIOU | CHIMÄRE | 30.6. – 23.7.2016 | Fotos der Vernissage

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Die Kunstwerke von Penny Monogiou untersuchen die Transformation von Träumen und Plänen für die Zukunft und wie unsere Erwartungen die Form monströser Realitäten annehmen. Beginnend mit einer gründlichen Studie der Nachkriegsgeschichte Griechenlands und sich beziehend auf Themen wie der Bürgerkrieg, politisches Exil oder dem Zeitraum von Diktatur benutzt Monogiou die jüngere Geschichte Griechenlands als eine Lupe um die gegenwärtigen Risse in der Europäischen Gesellschaft interpretieren zu können. Ihre Arbeit entfaltet sich als ein großes an der Wand befestigtes Mosaik realisiert aus einem breiten Spektrum an künstlerischen Mitteln von Malerei, Fotografie und Fotocollage bis hinzu Installationen und neuen Medien. Kleine und Große Malereien, Memorabilien, Zeichnungen, Fotos und fabrizierte Objekte sind in Monogious Geschichte eingeflochten um die allgemein anerkannten historischen Erzählungen zu hinterfragen.

 

HORST DIETRICH | 25.5. – 29.6.2016 | Fotos der Vernissage

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Es ist uns eine wirklich sehr große Ehre, erstmalig Werke und Arbeiten des Künstlers und Gründers der „Fabrik“ Horst Dietrich der Öffentlichkeit zugänglich machen zu dürfen. Eine Lebensarbeit, die gezeigt werden will!

 

COLLECTIVE IDENTITY | 31.3. – 3.5.2016 | Fotos der Vernissage

Anna Fiegen – Berit Sedvik – Birgit Bornemann – Chika Aruga – Christoph Ziegler – Christos Avramm – Gaby Bergmann – Hannes Heinrich – Jan Köhnholdt – Konstantin Sotnikov – Loukia Richards – Rouli Lecatsa – Svenja Maaß – Sylvia Henze – Tanja Hehmann – Ute Kühn – Uwe NitscheCollective-Identity_2

Die „kollektive Identität“, so die Kuratorin Penny Monogiou, wird nicht bedingt durch ein einigendes, kollektives Thema – auch wenn sich natürlich in der Zusammenschau der Bilder thematische Linien abzeichnen, etwa im weiblichen Porträt, in der Thematisierung des künstlerischen Raums (als abstrakte Komposition wie als konkreter städtischer Raum). Vielmehr versteht die Kuratorin die „kollektive Identität“ gerade als eine Vielzahl von individuellen Positionen, die sich einen gemeinsamen Raum teilen können. Monogiou spricht von einem „Gefühl von Zugehörigkeit“. 18 Künstlerinnen und Künstler haben die Kuratorin und die Galeristen dafür ausgewählt. Einige sind der Galerie bereits seit längerer Zeit verbunden, andere neu hinzugekommen. Die Bandbreite der künstlerischen Techniken ist groß: von realistisch-figurativer Malerei über Raumkompositionen bis hin zu surrealen Sujets, von textiler Fadentechnik über transparente Collage-Verfahren bis hin zu skulpturalen Arbeiten. Was ist es dann, was diese Gruppe eint, wo doch Themen und Techniken eher auseinanderzudriften scheinen? Die „kollektive Identität“ dieser Ausstellung ist eine „Haltung“: eine Haltung, die die Kuratorin als „Wahrheit gegenüber dem Bild“ bezeichnet. Was ist damit gemeint? So paradox es klingen mag, eine Verpflichtung gerade auf die Individualität der Bildsprache, ihre Techniken und Verfahren, die jenseits aktueller Themen und Trends den Kern der Kunst ausmacht. Ein solches Verständnis „kollektiver Identität“, das sich nicht auf Inhalte reduziert, sondern auf eine Haltung, eine formale Verfasstheit, eine künstlerische Verfassung, ist dann selbst schon wieder eine politische Aussage.

Dr. phil. Henrike Schmidt

 

KRISTIN KOSSI | NEOSOUL | 18.2. – 19.3.2016 | Fotos der Vernissage

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Kristin Kossi ist eine Malerin und Neoninstallationskünstlerin. Urbane Pop-Kultur und moderne Gesellschaft werden durch ihre Darstellungen von Leinwandikonen, Portraits, Comic-Figuren, Konsumgegenständen, Zeitungs-Cutouts, wie zufällig im Großstadtdschungel entdeckt wirken hinterfragt. Die oft grossformatigen Arbeiten sind gekennzeichnet durch dichtes Neben und Übereinander, Pochoir, Graffiti- und Collagetechniken, einer leuchtenden kontrastreichen Farbgebung und dynamischen Pinselstrichen. Mit Öl, Acryl, Spray, sowie teilweise Autolack werden die Sujets auf der Leinwand explosivartig inszeniert und neu interpretiert. Words like violence / Break the silence, lautet die erste Zeile eines Songs der britischen Synthie-Pop-Band Depeche Mode. Worte wie Gewalt / durchbrechen die Stille. Die Künstlerin Kristin Kossi, deren alles andere als schweigsame Bilder wir in der heute hier eröffneten Ausstellung sehen, macht dieses Pop-Zitat zur Grundlage einer ihrer Neon Art Works. Die leuchtenden Text-Botschaften dieser Serie sind so schlicht und still, wie die in der Galerie Greskewitz Kleinitz heute gezeigten Malereien schrill und laut sind.

Dr. phil. Henrike Schmidt

 

WIR MANSARDEN MENSCHEN | 14.1. – 29.1.2016 |

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Schrägen gibt’s nicht nur unterm Dach, sondern auch im Kopf. Der Dichter als Inneneinrichter der Seele — Studierende der Hamburger Technischen Kunstschule HTK (Kurs Experimentelle Illustration, Dozentin Gaby Bergmann) zeigen ihre visuellen Interpretationen und Kunst-BuchProjekte zu Iwan Landzhews Gedichtband „Wir MansardenMenschen“.

Iwan Landzhew (1986) ist ein bulgarischer Dichter, Drehbuchschreiber und Feuilletonist, der in seiner Lyrik den Drive der urbanen Kultur mit den traditionellen Rhythmen der Literatur zusammenbringt. Sein literarisches Debüt „Schuld an allem hat Bobby Fischer“ wurde durch nationale Literaturpreise ausgezeichnet. In Hamburg stellt der Dichter seinen 2015 erschienenen Gedichtband „Wir MansardenMenschen“ vor.

Der Dichter – und die Künstler/innen – sind bei der Vernissage anwesend. Veranstaltet von (p)ostkartell. verein für angewandte kulturforschung e.v. in Zusammenarbeit mit der Hamburger Technischen Kunstschule HTK. Akademie für Gestaltung und der Deutsch-Bulgarischen Gesellschaft Hamburg e.V.

Dieses Projekt wird aus Mitteln der Stadtteilkultur des Bezirkes Altona gefördert.

Dr. phil. Henrike Schmidt

 

KI YOON KO | RETROSPECTIVE | 4.12.2015 – 8.1.2016 | Fotos der Vernissage

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Ki Yoon Ko ist bekannt geworden in London und New York mit seinen großen asiatischen Gesichtern, der Susi-Serie. Seine photorealistische und akkurate Technik hat er in Europa seit 2009 durch die Zusammenarbeit mit internationalen Künstlern in einen experimentellen Kontrast gebracht. Einzigartig ist Ki Yoon Kos Technik, bei der er Graphitpulver mit Wasser vermengt und dies mit Hilfe eines Fächerpinsels auf die Leinwand spritzt. So wird Schicht für Schicht auf die Leinwand katapultiert, ohne dass sein Malwerkzeug den Bildträger berührt. Es entstehen großformatige Porträts in bestechender Klarheit und Ausdrucksstärke. Die in Unikat IX erstmals zu sehende ‚Prism- Serie‘ ergänzt diese Methode um freie malerische Techniken.

 

GAN ERDENE TSEND | today after tomorrow | 16.10. – 20.11.2015 | Fotos der Vernissage
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Gan-Erdene Tsend malt solche Gesichte, solche Visionen, die nur als solche zu bezeichnen sind, weil zumindest mir die Erfahrungen fehlen, sie als Gesehenes, als irgendwo wahr Genommenes, als Wahres zu verstehen. Das bildlich Vorgestellte ist nicht als außerbildlich zu Kennendes wiederzuerkennen. Mangels Erfahrung ist nicht zu behaupten, dass es zu den Bildern andernorts Vor-Bilder gibt, dass es zu den Motiven für den Bildbetrachter entsprechende Motive für den Maler gegeben hat. Realitäten scheinen so vorgestellt, die „nur“ gleichsam als Surrealitäten zu verifizieren sind. Folglich sind eigentlich nur außerbildliche Irrealitäten zu behaupten, solche, die allein in den Bildern Realität geworden sind.

Es sind „Unrealitäten“, um den Begriff einzuführen, der sich in Gan-Erdene Tsends Wortschatz eingenistet hat. Mithin werden wir auch fortan von Unrealitäten in seinen Bildern zu sprechen haben. Sie sollen, so der Künstler, seine Kindheitserinnerungen, seine Rückblicke an ferne und lang zurückliegende Erfahrungen und Nach-Träume in seine Bildwelten spiegeln. Fakten und Dinge und Gedanken und Phantasien werden so Bilder. Sein Leben spiegelt sich folglich in seine Bilder so ein, wie sich Vorstellungen in Erfahrungen einspiegeln können: kaum unterscheidend zwischen Gewesenem und daraufhin Erträumtem. Der Maler selber sagt, dass die Unrealitäten „zu mir gekommen sind“.

Prof. Dr. Raimund Stecker (Lehrt Kunstwissenschaft an der HBK, Essen)

 

DAVID DALLA VENEZIA | PALINGENESIS | 4.9. – 9.10.2015 | Fotos der Vernissage

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In Italien kennt ihn jeder. Mit seinen in realistischer Malweise und altmeisterlicher Präzision geschaffenen Gemälden hinterlässt er einen bleibenden Eindruck mit hohem Wiedererkennungseffekt: David Dalla Venezia ist ein Magier an der Leinwand, ein aufmerksamer Beobachter seiner Umwelt. Er fängt Stimmungen und Gefühle ein und setzt sie in Bilder um, die in ihrer teils surrealistischen Komposition zumeist ebenso schön wie verstörend sind. Jetzt kommt der italienische Malerfürst zum ersten Mal nach Hamburg und zeigt in einer großen Einzelausstellung in der Greskewitz Kleinitz Galerie die neuesten Ergebnisse seines Könnens. Ein wiederkehrendes Element in David Dalla Venezias Werken ist sein Alter Ego, eine männliche Figur, die er teils skurrilen Situationen aussetzt. „Schon weil ich diese Bilder selbst geschaffen habe, sind es immer auch Porträts meiner selbst. Als Abbildung eines einzelnen stehen sie zugleich für den Menschen an sich, für jeden von uns – ich ziehe aus mir selbst, was allen Menschen gemeinsam ist, gleichzeitig aber stelle ich auch heraus, was mich von ihnen unterscheidet“, sagt der Künstler, der mit seiner Frau, der Schriftstellerin Gaia Stock und den drei gemeinsamen Söhnen in einem historischen Palazzo in Triest lebt. Seinen Siegeszug als einer der erfolgreichsten und bekanntesten gegenständlichen Maler seines Landes begann David Dalla Venezia aber in einer anderen Stadt, deren Namen er trägt: in Venedig.

 

DEENESH GHYCZY | CLOSE UP | 30.7. – 30.8.2015

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ROLAND PEETERS | momentmal(en) | 19.6. – 24.7.2015 | Fotos der Vernissage

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JENS HELLER | WAHN + SINN | 10.4. – 13.5.2015 | Fotos der Vernissage

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Jens Hellers Interesse gilt einerseits der „abstrakten“ und konzeptuellen, gegenwärtigen Kunst, andererseits inspiriert ihn die Arbeit der „alten Meister“, diese entwickelten Techniken, um künstlerisch verstärkte, verdichtete Darstellungen nach der Natur zu erschaffen. Sein Anliegen besteht darin, traditionelle Techniken für zeitgenössische Kunst zu nutzen, deren Themen sich eher um Diskurse, aber auch Unsagbares und Ambivalenz drehen.

 

GAN ERDENE TSEND & SUSANNA STORCH | MOMENTS | 12.2. – 19.3.2015 | Fotos der Vernissage

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Gegenständliche Malerei in Bestform:
Dafür stehen der gebürtige Mongole Gan-Erdene Trend und die in Mainz lebende Künstlerin Susanna Storch. Beide Künstler beeindrucken Ihr Publikum seit vielen Jahren und sind jetzt erstmals in einer gemeinsamen Ausstellung in Hamburg zu sehen.

 

UWE HAND | ALLERHAND á la HAND | 16.1. – 5.2.2015 | Fotos der Vernissage

 

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Uwe Hand gehört seit 40 Jahren zu den Vorreitern und stilprägenden Vertretern der gegenständlichen Malerei in Deutschland. Zum ersten Mal seit über sechs Jahren sind neue Arbeiten des Wahlberliners in Hamburg zu sehen.

 

CONSTANTIN SCHROEDER | in between | 21.11. – 30.12.2014

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Constantin Schroeder polarisiert. Wer die Leinwandarbeiten des jungen Berliners sieht, ist von den mit großem malerischen Können entwickelten Bildwelten entweder fasziniert oder verstört. Oft farbgewaltig und bevorzugt großformatig nimmt der gebürtige Hamburger sein Publikum mit auf eine Reise in sehr persönliche Traumwelten, lotet Tieren des Unbewussten aus und
erweitert den durch Logik begrenzten Erfahrungsbereich durch das Phantastische und Absurde. Schroeder bleibt nicht an der Oberfläche, verliert sich auch nicht in Abgründen – er geht dazwischen, seine Bilder bewegen sich „in between“, das ist (seine) Kunst. Jeder kann, jeder darf, ja : jeder soll in den in realistischer Malweise angelegten Gemälden etwas Anderes sehen. Bewusst verzichtet der studierte Theologe auf verkopfte oder explizite Titel für seine Werke, die den individuellen Gedankengang behindern. „Wald rot“ zeigt einen roten Wald; was darin passiert, ist mit eigenem Erfahrungsfundus und eigener Phantasie, also mit eigenenTräumen zu beantworten. Jeder wird zum Regisseur seines persönlichen Kopfkinos. Constantin Schroeder polarisiert. Nicht zuletzt auch die tradierte Kunstszene, weil er als Autodidakt frei denkt, sich schwer einordnen lässt und mit dem Schein, der Täuschung und der Farbe, ob nicht alles auch ganz anders sein könnte, spielt. Schroeder malt zur Bereicherung der Menschen und nicht vorrangig fürs Museum-das kommt an und hat ihn in kurzer Zeit zu einem gefragten Künstler gemacht.

Dennis Reinhardt